Okay, ich sehe ein daß ich an diesen Thema viel zu naiv rangegangen bin....

Woher nimmt die Frau eigentlich die Idee, dass in Großbritannien und Co Frauen mit Niqab grundsätzlich angepöbelt werden - und woher nimmt sie die Idee, dass Frauen in Pakistan nicht angepöbelt werden (vielleicht nicht WEGEN des Niqab, aber durchaus auch MIT Niqab - von den innnerfamiliären Pöbeleien rede ich großzügigerweise erst gar nicht).Musafira hat geschrieben:Nicht dass ich poebeln in irgendeiner Form fuer gut finden wuerde, aber die Annehmlichkeit (ich wuerde es nicht als Luxus bezeichnen, sondern als Grundrecht) dass frau in Grossbritannien, Frankreich und Kanada schleierlos durch die Strasse spazieren kann, ohne angemacht zu werden, wiegt doch viel staerker.Für Sadaf Farooqi, die stolz ihren Niqab trägt, ist so etwas kaum nachzuvollziehen. Die Journalistin dankt Gott, dass sie in ihrem Heimatland mit dem Schleier das Haus verlassen, Bildungseinrichtungen besuchen und auf der Strasse spazieren gehen kann, ohne Angst haben zu müssen, angepöbelt zu werden. "Ein Luxus, den unsere Muslim-Schwestern in Großbritannien, Frankreich und in Kanada nicht haben."Aber wenn sie Niqab als Luxus empfindet, kann sie doch ihren Luxus in Karachi gerne leben. Nichts spricht dagegen.
Ich nehme jetzt einfach mal an, dass die Dame Ägypten noch nie verlassen hat und daher nicht weiß, dass frau in den genannten Ländern auch ohne Niqab nicht angepöbelt wird. Aber vielleicht habe ich das Zitat auch missverstanden.Musafira hat geschrieben: Nicht dass ich poebeln in irgendeiner Form fuer gut finden wuerde, aber die Annehmlichkeit (ich wuerde es nicht als Luxus bezeichnen, sondern als Grundrecht) dass frau in Grossbritannien, Frankreich und Kanada schleierlos durch die Strasse spazieren kann, ohne angemacht zu werden, wiegt doch viel staerker.Aber wenn sie Niqab als Luxus empfindet, kann sie doch ihren Luxus in Karachi gerne leben. Nichts spricht dagegen.
Ich dachte, die Journalistin wäre aus Pakistan?malaik hat geschrieben:Ich nehme jetzt einfach mal an, dass die Dame Ägypten noch nie verlassen hat und daher nicht weiß, dass frau in den genannten Ländern auch ohne Niqab nicht angepöbelt wird. Aber vielleicht habe ich das Zitat auch missverstanden.
DAs zweite wuerde ich sagen. Sie meint in Kanadan, GB etc. wuerde sie als Niqabtraegerin angepoebelt, weil dort ja alles Rassisten seien und deshalb sei Karachi so toll, dass sie da mit Niqab NICHT angepoebelt wird.malaika hat geschrieben:Oder Pakistan halt.
Ich bin mir halt nicht ganz sicher, wie das Zitat zu verstehen ist -- ob sie meint, dass sie nicht angepöbelt (im Sinne von "sexuell belästigt") wird, weil sie eben gut verühllt ist, oder ob sie meint, dass sie wegen des Tragen des Niqab nicht angepöbelt wird im Sinne von "Guck mal, eine Terroristin!"
Drücke ich mich sehr unverständlich aus?
Der Niqab ist in Ägypten ja auch sehr umstritten -- anders als in den Golfstaaten, wo er eher zur Tradition gehört.Musafira hat geschrieben: DAs zweite wuerde ich sagen. Sie meint in Kanadan, GB etc. wuerde sie als Niqabtraegerin angepoebelt, weil dort ja alles Rassisten seien und deshalb sei Karachi so toll, dass sie da mit Niqab NICHT angepoebelt wird.
Ja, das finde ich auch wichtiger.Musafira hat geschrieben: Deshalb meinte ich, dass es doch viel wichtiger ist, dass man in genannten westlichen Laendern ganz ohne Niqab herumlaufen kann ohne angemacht zu werden.
Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Das Niqab fungiert als Schutzraum, als Puffer zwischen der Trägerin und der Welt. Es gibt das - zugegebener Maßen trügerische - Gefühl der Unangreifbarkeit/Unberührbarkeit.Niqab gibt mir Schutz und alles prallt an mir ab, so fühle ich.
Was für ein wunderschöner Vergleich. Ich jedenfalls fühle mich geehrt, mit Diamanten, Perlen oder Gold, also mit Kostbarkeiten verglichen und auf eine Stufe gestellt zu werden und kann deshalb daran auch nichts negatives finden.Far More Precious Than Diamonds and Pearls
The following incident took place when Muhammad Ali's daughters arrived at his home wearing clothes that were not modest. Here is the story as told by one of his daughters:
When we finally arrived, the chauffer escorted my younger sister, Laila, and me up to my father's suite. As usual, he was hiding behind the door waiting to scare us. We exchanged many hugs and kisses as we could possibly give in one day.
My father took a good look at us. Then he sat me down on his lap and said something that I will never forget. He looked me straight in the eyes and said, "Hana, everything that God made valuable in the world is covered and hard to get to. Where do you find diamonds? Deep down in the ground, covered and protected. Where do you find pearls? Deep down at the bottom of the ocean, covered up and protected in a beautiful shell. Where do you find gold? Way down in the mine, covered over with layers and layers of rock. You've got to work hard to get to them."
He looked at me with serious eyes. "Your body is sacred. You're far more precious than diamonds and pearls, and you should be covered too."
Ich möchte nicht mit einem Gegenstand verglichen werden, der gekauft, besessen, weggeschlossen und nur zu gewissen Gelegenheiten hergezeigt wird oder dazu dient, dem Besitzer Status zu verleihen.Rabia hat geschrieben: Was für ein wunderschöner Vergleich. Ich jedenfalls fühle mich geehrt, mit Diamanten, Perlen oder Gold, also mit Kostbarkeiten verglichen und auf eine Stufe gestellt zu werden und kann deshalb daran auch nichts negatives finden.
Ich fühle mich nicht geehrt, wenn ich mit DINGEN verglichen werde, bei denen halt naturgemäß der BESITZER entscheidet, wie er sie verwahrt (eingeschlossen im Tresor, präsentiert in einer Vitrine ... je nachdem halt).Rabia hat geschrieben:Was für ein wunderschöner Vergleich. Ich jedenfalls fühle mich geehrt, mit Diamanten, Perlen oder Gold, also mit Kostbarkeiten verglichen und auf eine Stufe gestellt zu werden und kann deshalb daran auch nichts negatives finden.
Wasalam
Das habe ich ja schon auf Seite 11 geschrieben. Eine Frau ist doch kein Ding, sondern ein Lebewesen.mamamia hat geschrieben: Ich fühle mich nicht geehrt, wenn ich mit DINGEN verglichen werde, bei denen halt naturgemäß der BESITZER entscheidet, wie er sie verwahrt (eingeschlossen im Tresor, präsentiert in einer Vitrine ... je nachdem halt).
mamamia hat geschrieben:Ich fühle mich nicht geehrt, wenn ich mit DINGEN verglichen werde, bei denen halt naturgemäß der BESITZER entscheidet, wie er sie verwahrt (eingeschlossen im Tresor, präsentiert in einer Vitrine ... je nachdem halt).Rabia hat geschrieben:Was für ein wunderschöner Vergleich. Ich jedenfalls fühle mich geehrt, mit Diamanten, Perlen oder Gold, also mit Kostbarkeiten verglichen und auf eine Stufe gestellt zu werden und kann deshalb daran auch nichts negatives finden.
Wasalam