muslimische Kindererziehung in Europa

Wie leben Muslime in Deutschland, Österreich, der Schweiz usw.? (für Gäste lesbar)
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Rabia
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Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von Rabia »

Salam alaikum, adaia!
Eine langjährige Beziehung ist fast immer öffentlich bekannt und kann ebenfalls registriert werden (z.B. durch einen Partnerschaftsvertrag).
Wenn ich die Beziehung registrieren lasse, kann ich auch heiraten. Oder?
Mir geht es nicht um Vor- oder Nachteile der traditionellen Institution "Ehe" aus menschlicher Sicht, sondern um Gehorsam Allah (swt) gegenüber.
Wasalam
Sprich: "Mein Gebet und mein Opfer und mein Leben und mein Tod gehören Allah, dem Herrn der Welten." (6:162)
adaia

Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von adaia »

Rabia hat geschrieben: Wenn ich die Beziehung registrieren lasse, kann ich auch heiraten. Oder?
Manchmal hat man nur Nachteile durch eine Heirat.
Rabia hat geschrieben:Mir geht es nicht um Vor- oder Nachteile der traditionellen Institution "Ehe" aus menschlicher Sicht, sondern um Gehorsam Allah (swt) gegenüber.
Wasalam

Gehorsam Gott gegenüber??? Meine Mama lebt seit fast 25 Jahren mit ihrem Lebensgefährten zusammen, er ist (wie) mein Papa, er ist der Opa meiner Kinder. Sie sorgen füreinander, wenn es ihnen schlecht geht, sie kümmern sich um uns und um alle ihre (Halb-)Enkelkinder und du willst nun behaupten, dass sie nicht gehorsam Gott gegenüber sind, nur weil sie keinen Trauschein in der Tasche haben???? :evil:


Und hier noch der Thread zum Thema: Voreheliche Beziehungen
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Rabia
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Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von Rabia »

Salam alaikum, adaia!
Gehorsam Gott gegenüber??? Meine Mama lebt seit fast 25 Jahren mit ihrem Lebensgefährten zusammen, er ist (wie) mein Papa, er ist der Opa meiner Kinder. Sie sorgen füreinander, wenn es ihnen schlecht geht, sie kümmern sich um uns und um alle ihre (Halb-)Enkelkinder und du willst nun behaupten, dass sie nicht gehorsam Gott gegenüber sind, nur weil sie keinen Trauschein in der Tasche haben????
Ich schätze mal, dass deine Mutter wohl keine Muslimah ist. Die qur'anischen Regeln gelten nur für Muslime.
Soweit es Muslime angeht, die wissen, was Allah (swt) über die Ehe sagt, bin ich allerdings davon überzeugt, dass derartiges Tun, da in diesem Fall ein bewusster Verstoß gegen göttliche Anweisungen, eine Sünde ist.
Wie und ob Allah (swt) der als Einziger die Herzen und Motive der Menschen kennt, diesen Verstoß bestrafen wird, weiß ich nicht. Dies zu entscheiden, obliegt mir nicht.

Übrigens:
Kannst du dich bitte etwas weniger aufregen. Ich will dir doch gar nichts. Wir diskutieren doch nur in einem Internetforum. Ich bin schließlich nicht die Inquistition, sondern nur eine Omi im Netz, die es wagt, ihre ganz persönliche Meinung zu äußern.-
Wasalam
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Ghazali

Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von Ghazali »

Rabia hat geschrieben:Salam alaikum, adaia!
Z.B. ist eine langjährige, ernstgemeinte Beziehung kaum als Unzucht zu bezeichnen.
Allah fordert in diesem Vers aber explizit zur richtigen Ehe (=> zu einer bekannten und registrierten VErbindung) und zur Zahlung des Mahrs auf.
Wasalam
Naja.... Allah sagt in dem Vers wörtlich, dass Männer Frauen mit ihren Vermögensmitteln nur zwecks Ehe aufsuchen sollen..... d.h. eigentlich wendet sich der Vers gegen die Prostitution.
Wenn Männer Frauen Geld geben, dann als Morgengabe zur Eheschließung - und nicht als Bezahlung für Unzucht.....

Außerdem kann im Islam eine Ehe doch vor jedem Dritten als Zeugen geschlossen werden - da braucht es doch garkeine amtliche Registrierung....
Ghazali

Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von Ghazali »

Salam Mama,

du sagst doch selbst immer, dass Allahs Regeln zum Vorteil der Menschen sind.....

Nun - aus einer standesamtlichen Heirat hat man/frau hierzulande abgesehen vom Steuervorteil eigentlich recht viele Nachteile..... insbesondere dann, wenn die Entscheidung falsch war.
Bspw. Prozesskosten im Scheidungsfall.... Teilverlust der Rente an den Expartner..... unter Umständen Haftung für dessen Schulden usw....
Für die Kinder ist der Trauschein eigentlich auch recht egal.
Entweder die Beziehung funktioniert - dann haben sie auch ohne Trauschein einen Vater
oder die Beziehung funktioniert nicht, dann haben sie auch mit Trauschein keinen Vater oder eben nur einen 2xim Monat-Vater

Was der Qur'an fordert ist das Eingehen von ernstgemeinten Beziehungen auf der Basis gegenseitigen Respekts undder Achtung der Rechte des anderen und er wendet sich gegen erkauften Sex und die damit verbundene Degradierung von Frauen zu käuflichen Objekten.
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Rabia
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Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von Rabia »

Salam alaikum, Ghazali!
In diesem Fall sollte man aber zumindest Nikah machen und einen Ehevertrag (Wie auch immer man ihn dann nennen mag) aufsetzen. Nur einfach so zusammenzuleben, halte ich für verboten. Sorry. Aber das ist meine Meinung.
By the way:
Wenn dein Vater und ich nicht verheiratet wären, würde ich im Falle seines Todes keine Witwenrente erhalten. Wäre also ein Sozialfall. keine sehr erstrebenswerte Zukunft.-
Wasalam
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adaia

Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von adaia »

Rabia hat geschrieben: Ich schätze mal, dass deine Mutter wohl keine Muslimah ist. Die qur'anischen Regeln gelten nur für Muslime.
Soweit es Muslime angeht, die wissen, was Allah (swt) über die Ehe sagt, bin ich allerdings davon überzeugt, dass derartiges Tun, da in diesem Fall ein bewusster Verstoß gegen göttliche Anweisungen, eine Sünde ist.
Wie und ob Allah (swt) der als Einziger die Herzen und Motive der Menschen kennt, diesen Verstoß bestrafen wird, weiß ich nicht. Dies zu entscheiden, obliegt mir nicht.

Übrigens:
Kannst du dich bitte etwas weniger aufregen.
Meine Mama ist Christin, Katholikin und dort gibt es bezüglich des Geschlechtsverkehrs vor der Ehe genau die gleichen Auslegungen, die es auch im Islam gibt.
Genau wie im Islam gibt es auch andere Auslegungen.
Ich jedenfalls sehe es nicht als Sünde, was meine Mama macht und würde es auch bei meinen Kindern nicht als Sünde sehen, da ich keinen Verstoß gegen göttliche Anweisungen (egal ob christlich oder islamisch) erkennen kann.

Übrigens rege ich mich in diesem Thread gar nicht auf. Wenn ich mich aufrege sieht das ganz anders aus.
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Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von mamamia »

Maha hat geschrieben:Trotzdem habe ich mich wohl während meiner 2,5 Jahre in Agypten so sehr an gewisse "Regeln" gewöhnt, dass ich ziemlich geschockt war, als meine (europäische, nicht muslimische) Familie mich gestern davon überzeugen wollte, dass es sowieso absolut unmöglich sei, in Europa ein Kind aufzuziehen und von ihm zu erwarten, keinen Sex vor der Ehe zu haben, nicht im Bikini rumzulaufen usw :shock:
Mir ist ja klar, dass ich von Kindern in Europa nicht erwarten kann, dass sie nach denselben Mustern aufwachsen wie zum Beispiel Kinder in Agypten (das will ich ja auch ganz und gar nicht)... Aber so ganz auf alle Regeln zu verzichten fällt mir doch sehr schwer.
Ich finde diese Schwarz-Weiß-Malerei immer so herzerfrischend: Hier schlafen alle Leute unverheiratet miteinander, in Ägypten tut es keiner ..... :tuedeltue:

Mir fallen auf Anhieb zwei Mädels ein, die genau aus DEM Grund in Ägypten dann ganz schnell heiraten mussten, weil sie nämlich schwanger waren ... (mal ehrlich, da wär mir dann lieber, meine Tochter ist in Europa, da hat sie es nämlich als ledige Mutter nicht schwerer ... und, ich weiß, es geht um Gehorsam gegenüber Gott, bloß ist der voreheliche Sex höchstens durch Reue Gott gegenüber irgendwie aus dem Sündenregister zu löschen und nicht durch Heirat, bei der geht es nämlich drum, dass die Umgebung nur ja nicht mit dem Finger auf die Mutter zeigt ....).
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Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von mamamia »

Rabia hat geschrieben:Salam alaikum, adaia!
Ob sie nun Sex vor der Ehe haben oder nicht - das müssen sie irgendwann selber entscheiden.
Richtig. Das müssen sie sebst entscheiden. Trotzdem ist es deine Aufgabe als Mutter, ihnen vorher zu vermitteln, dass ein derartiges Verhalten Allahs Anweisungen im Qur'an zuwiderläuft:
Im Grunde geht es mich nichts an, aber um wieviel freundlicher wäre doch dein Posting, wenn da stünde: "Trotzdem ist es MEINE Aufgabe als Mutter, meinen Kindern vorher zu vermitteln..."

Wär dasselbe Statement - deine Meinung käme klar rüber - aber ohne Angriff auf andere, die scheinbar ihre Pflichten ein bisserl vernachlässigen...
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Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von Arife »

Maha hat geschrieben: Trotzdem habe ich mich wohl während meiner 2,5 Jahre in Agypten so sehr an gewisse "Regeln" gewöhnt, dass ich ziemlich geschockt war, als meine (europäische, nicht muslimische) Familie mich gestern davon überzeugen wollte, dass es sowieso absolut unmöglich sei, in Europa ein Kind aufzuziehen und von ihm zu erwarten, keinen Sex vor der Ehe zu haben, nicht im Bikini rumzulaufen usw :shock:
Mal abgesehen davon wie man zu vorehelichem Geschlechtsverkehr oder Badebekleidung steht, diesen Spruch kann ich auch total nicht ab!!

Für mich enthält er die message dass "unsere" Kinder gefälligst alles (mit)machen sollen was die normale Bevölkerung tut. Und im Fall Deutschland sind es vorwiegend Christen oder Nichtgläubige mit ihren Normen und Ansichten die in der Öffentlichkeit anzutreffen sind. Aber wieso soll sich mein Kind der Mehrheit beugen oder wieso soll ich mich in meiner Erziehung der Mehrheit beugen?
Unmöglich ist schonmal gar nichts! Und es ist ja auch nicht gerade verwerflich mit Sex zu warten oder die Badebekleidung etwas üppiger ausfallen zu lassen.

Und überhaupt, wenn man das Beispiel Vegetarier nimmt ist plötzlich alles okay.
Die Mehrheit der Bevölkerung isst Fleisch und auch in Schulkantinen und Co gibt es meist Gerichte mit Fleisch, aber wenn in diesem Fall Eltern ihren Kinder eine Einstellung der Minderheit (Verzicht auf Fleisch) vermitteln ist das okay.
Das nervt mich.
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Rabia
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Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von Rabia »

Salam alaikum, mamamia!
Im Grunde geht es mich nichts an, aber um wieviel freundlicher wäre doch dein Posting, wenn da stünde: "Trotzdem ist es MEINE Aufgabe als Mutter, meinen Kindern vorher zu vermitteln..."
Ich klinke mich da aus, weil meine Kinder erwachsen sind. Meine Zeit die Richtlinien von irgendjemandens Erziehung zu bestimmen, sind vorbei.
Trotzdem hast du natürlich Recht. Ich hätte es neutral formulieren sollen.
Wär dasselbe Statement - deine Meinung käme klar rüber - aber ohne Angriff auf andere, die scheinbar ihre Pflichten ein bisserl vernachlässigen...
Es war nicht meine Absicht, einem Forumsmitglied zu unterstellen, es würde seine Pflichten vernachlässigen. Ich habe einfach nur in meine Tastatur eingegeben, was mir gerade durch den Kopf ging. :oops:
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Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von Musafira »

Rabia hat geschrieben:Salam alaikum, mamamia!
Im Grunde geht es mich nichts an, aber um wieviel freundlicher wäre doch dein Posting, wenn da stünde: "Trotzdem ist es MEINE Aufgabe als Mutter, meinen Kindern vorher zu vermitteln..."
Ich klinke mich da aus, weil meine Kinder erwachsen sind. Meine Zeit die Richtlinien von irgendjemandens Erziehung zu bestimmen, sind vorbei.
Oeh, Rabia, aber du hast einmal die Richtlinien irgendjemandes Erziehung einmal bestimmt, und was das Resultat dessen war hat deine Tochter ja weiter oben geschrieben . :|
Manche Leute meinen, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben, dabei war es nur eine Buchstabensuppe.
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Rabia
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Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von Rabia »

Salam alaikum, Musafira!
Oeh, Rabia, aber du hast einmal die Richtlinien irgendjemandes Erziehung einmal bestimmt, und was das Resultat dessen war hat deine Tochter ja weiter oben geschrieben .
Ich bin natürlich für Ghazali sehr traurig, dass ihre Ehe diese Wendung genommen hat, glaube aber nicht ernsthaft, dass ihr das selbe nicht ebensogut hätte passieren können, wenn sie fünf Jahre später mit jemandem unverheiratet zusammengezogen wäre. Das Pikante an Schulden innerhalb einer Ehe/Partnerschaft ist ja, dass Bürgschaften für Kredite in der Regel nicht erzwungener Maßen übernommen werden, sondern aus Liebe. Das Ergebnis ist in jedem Fall das Gleiche. Wobei Ghazali aus allem noch (fast) heil heraus gekommen ist. Al-hamdu-li-Llah!
Im Übrigen :
Ich halte meine Kinder für durchaus "gut gelungen". - (Weshalb ich mitreden darf)
Eure Resultate stehen ja noch aus.-
Wasalam
Zuletzt geändert von Rabia am Do 29. Jan 2009, 15:45, insgesamt 1-mal geändert.
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malaika

Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von malaika »

mamamia hat geschrieben: Ich finde diese Schwarz-Weiß-Malerei immer so herzerfrischend: Hier schlafen alle Leute unverheiratet miteinander, in Ägypten tut es keiner ..... :tuedeltue:
Allerdings! Ich lese auch gelegentlich immer wieder in Foren, dass es in Ägypten quasi unmöglich sei, sich unverheiratet in einer Wohnung aufzuhalten, dass ägyptische Mädchen niemals daten etc.

Komischerweise kenne ich aber jede Menge Männer, die in irgendeiner Phase ihres Lebens sehr wild herumgeschlafen haben (oder das noch tun) und zwar ausschließlich mit Ägypterinnen.


Ich finde -- verallgemeinernd gesprochen -- den Umgang mit Kindern in Ägypten überhaupt nicht toll. Kinder dürfen entweder alles und verhalten sich oft total unmöglich, andererseits gelten Schläge als normale Erziehungsmaßnahme. Pädagogische Förderung durch Anregung, Kultur, Literatur, Interaktion gibt es sehr wenig, allenfalls unter Menschen der Oberschicht und oberen Mittelschicht.

Kinder lernen schon früh, ein Doppelleben zu führen, weil eben so viele Dinge strikt verboten sind. Mein persönlicher Eindruck (bin mir nicht sicher, ob das stimmt) ist, dass das dazu führt, dass die Hemmschwelle zu lügen und zu betrügen auch für das spätere Leben gesenkt wird ...
Maha
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Re: muslimische Kindererziehung in Europa

Beitrag von Maha »

[quote="adaia"]
Aha, also Eltern in Europa verzichten auf alle Regeln? :confused:
quote]

Nein, das meinte ich gar nicht damit, vielleicht habe ich mich etwas falsch audgedrückt...
vielmehr geht es mir um jene Werte, die ich habe, die aber meien europäischen Mitbewohner als altmodisch ansehen. Ob ich meinen Kindern diese Werte vermitteln kann, in einem Umfeld, in dem sie so gar nicht vorhanden sind, das ist meine Sorge. Wenn ich das kann, dann brauch ich ja auch gar keine Regeln aufzustellen. Wenn nicht, wird es wahrscheinlich schwierig, solche Regeln durchzusetzen... das wurde mir auch bei euren wertvollen Antworten wieder einmal klar, dass in erster Linie die Werte stimmen müssen, nicht irgendwelche Regeln, :tach: vielen Dank.
Natürlich stellen auch europäische Eltern Regeln auf, aber was die gemeinsamen Werte betrifft, da muss ich mir ja sowieso keine Sorgen machen...
Ich stelle einfach immer wieder fest, dass es gerade für Jugendliche sehr schwer sein kann, wenn die Eltern Werte haben, die vom Umfeld eher verpöhnt sind. So hörte ich zum Beispiel meine Mutter sagen, die Freundin meiner Schwester solle sich mal gegen ihren altmodischen, viel zu strengen Vater durchsetzen, der sie nicht bei ihrem Freund schlafen lassen will. Ich meine... natürlich kann man den eigenen Kindern seine Werte vermitteln.... aber was, wenn diese irgendwann feststellen, dass die ganze Welt um sie herum anders denkt und die Eltern einfach irgendwie "vom Mond kommen" oder so...?
Maha
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