Salam Sakura,
was ist das denn für eine Ausbildung wo alle oben ohne rumlaufen müssen?
Salam
Für manche Männer mag das ein Problem sein!Sakura hat geschrieben: das ist mir bei meiner letzten beziehung (schon ne weile her) aufgefallen, ich bin einfach nicht mehr so einfach zu beeindrucken
rana hat geschrieben:
was ist das denn für eine Ausbildung wo alle oben ohne rumlaufen müssen?Würde mich wirklich sehr interessieren
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Salam
Das erinnert mich an den Spruch meines Tätowierers: In den 2 Jahren tust Du so als wärs Dir egal daß die Mädels nicht viel anhaben (je nachdem WO sie tätowiert werden) - und nach 2 Jahren ists Dir egal...Elisabeth hat geschrieben:Für manche Männer mag das ein Problem sein!Sakura hat geschrieben: das ist mir bei meiner letzten beziehung (schon ne weile her) aufgefallen, ich bin einfach nicht mehr so einfach zu beeindrucken

Ich habe ja überhaupt kein Problem damit, vor Ärzten mein KT abzulegen oder so. Aber an dieser Stelle hätte ich wohl die Ausbildung abgebrochen. Und keineswegs aus den Überlegungen ob haram oder net, sondern weil ich mich wirklich oben ohne schämen würde. Das habe ich schon immer, selbst vor meiner Zeit als Muslima. Und ich habe mir sehr wohl eine kompetente! Hausärztin gesucht, die auf mein Schmagefühl beim Untersuchen Rücksicht nimmt und ich mich z.B. oben nur freimachen muss, wenns notwendig ist.daran mußte ich gestern auch denken - wir hatten gestern praxis unterricht und es ging um das herz. und woran übt man: aneinander. wir sind gestern alle 2 stunden oben ohne rumgelaufen![]()
das ist auch vollkommen richtig so! was andewres sollte es auch garnicht mehr geben! der patient darf immer nur soviwl ausgezogen sein wie notwendigIslamic Lady hat geschrieben: Und ich habe mir sehr wohl eine kompetente! Hausärztin gesucht, die auf mein Schmagefühl beim Untersuchen Rücksicht nimmt und ich mich z.B. oben nur freimachen muss, wenns notwendig ist.
das ist in D'land übrigens ein guter Grund, zur Geburt keine Uniklinik aufzusuchen, wenn man nicht muß - eine Horde eifriger Studenten würde mich persönlich ziemlich, erm, befremden.mohamed_foued hat geschrieben: Was mich allerdings z.B. in Tunesien sehr stört ist folgendes: Ich habe gehört, dass gebärende Frauen im öffentlichen Krankenhaus (d.h. eher ärmere Menschen) von auszubildenden männlichen und weiblichen Ärzten ganz normal untersucht werden, als wären sie Versuchskaninchen. Es ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es wurde mir so erzählt, dass jeder Auszubildender das Gebährmutterhals messen kann, natürlich ohne ihre Einwilligung. In einer Privatklinik würden sie das natürlich niemals so machen. Das nenne ich persöhnlich eine Körperverletzung, die so nicht sein darf. Ein Mensch kann ohne seine Einwilligung nicht zum Zweck des Lernens verwendet werden, sei es auch nur sein Auge!
mohamed_foued hat geschrieben: ich habe nur die letzte Seite gelesen, aber was manche hier gerne erwählen, sind extreme Beispiele. Wozu muss man eigentlich extreme und negative Beispiele erwähnen, um vom eigenen Handeln zu überzeugen? Denn es gibt so viele Alternativen. Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Ich würde persöhnlich auch nur zu einem männlichen Arzt gehen. Wozu denn eine Frau wenn ein kompetenter männlicher Arzt auch gibt, und die gibt es genug, auch in Tunesien. Sogar zum Augenarzt würde ich zu einem Mann gehen.
Mit den extremen Beispielen meinte ich die Beispiele der Frauen, die sich nur von weiblichen Ärztinnern behandeln lassen, auch wenn es schwerwiegende Fälle sind, oder von Mädchen, die ihr Medizinstudium fertig machen, ohne den männlichen Körper überhaupt gut zu kennen, oder die einen nackten Mann mit Kontrollverlust und somit Zina gleichmachen würden. Es fallen Sätze wie "das ganze Leben einschränken" oder "Medizinfortschritt aufhalten" etc. . Das sind natürlich alles extreme Beispiele, die ich auch gar nicht gut finde. Schamgefühl ja, aber dort wo es anders kaum geht, dann sollen die Menschen lernen das zu akzeptieren. Warum ich diese Beispiele auch so extrem finde, ist weil das längst bei vielen religiösen Menschen nicht so ist. D.h. es gibt Alternativen, die gut funktionieren. Meine Lebensweise sehe ich z.B. weder voll mit Hindernissen noch extrem.adaia hat geschrieben:Ich sehe hier nicht viele extreme Beispiele, sondern ganz normale.
Gut, zum Einen komme ich aus einer Großstadt, auch leben die meisten Menschen in Tunesien an der Küste und somit in Städten einer bestimmten Mindestgröße, zum Anderen gehen die meisten Menschen aus einem Dorf zu den Großstädten, wenn sie bei ernsten Fällen behandelt werden. Somit besteht das Problem der schwierigen Arztsuche bei 80% der Bevölkerung nicht, da auch möglicherweise bis zu 50% der Bevölkerung in den drei größten Städten oder deren Umgebung leben.Ich weiß ja nicht, wo in Tunesien es so viele Ärzte jeder Fachrichtung gibt, die noch dazu alle kompetent sind - in Deutschland hat man diese Auswahl jedoch höchstens in Großstädten.
Wie bereits gesagt, dann passen sie sich ihren Lebensumständen an. Darüber rede ich nicht. Ich will keinen Urteil über andere machen, um Gottes Willen. Ich beschreibe nur meine persöhnliche Meinung und Lebensweise, und will zeigen, dass es auch anders gut funktionieren kann, wenn man die Möglichkeit hat.Da kann man nun wirklich nicht von extremen Beispielen reden, denn eigentlich sind die Menschen, die in einer großen Stadt leben, die extreme Ausnahme, dass sie so viele Ärzte zur Auswahl haben.
An dem Ansatz selber ist nichts schlimmes, denn wir versuchen alle, indirekt wie direkt, vom eigenen Handeln und der eigenen Denkweise zu überzeugen, mich inklusive, oder was mache ich sonst hier? Natürlich gibt es einen Austausch und das Sammeln neuer Erfahrungen und Kenntnissen, aber nebenbei versuche ich auch meine Meinung gut darzustellen. Ich dachte das tut mehr oder weniger jederPS: warum gehst du davon aus, dass die Personen, die hier geschrieben haben, andere vom eigenen Handeln überzeugen wollen? Diesen Ansatz kann ich hier nirgends erkennen.
Aha, ich glaube, ich verstehe jetzt, was du meintest: du wolltest einfach klarstellen, dass die Extremisten unter den Muslimen in der Minderheit sind.Warum ich diese Beispiele auch so extrem finde, ist weil das längst bei vielen religiösen Menschen nicht so ist.
Das interessiert mich jetzt: welche ärztl. Fachbereiche gibt es denn in Tunesien?Auch der Großteil der Ärzte, die man während seines gesamten Lebens besucht, sind keine Chrirugen, und die Nicht-Chrirugen gibt es mehr als genug. Nur bei Chirurgen (insb. die renommierten davon) wird die Auswahl geringer.
Nein! Du hast mich nicht verstanden. Ich weiß wirklich nicht, ob die Extremisten in der Minderheit oder Mehrheit sind. Das ist auch von Land zu Land unterschiedlich. Mann kann, darf und soll die extremen Beispiele auch zitieren, kritisieren und auch analysieren, aber ich fände es nett, wenn man nebenbei erwähnen würde, dass es anders auch funktioniert, dass es Mittelwege gibt, insb. wenn man seine eigene Lebensweise in einem schönen Licht darstellen möchte.adaia hat geschrieben: Aha, ich glaube, ich verstehe jetzt, was du meintest: du wolltest einfach klarstellen, dass die Extremisten unter den Muslimen in der Minderheit sind.![]()
Wenn ich über meine Stadt reden darf: Es gibt alle und die gibt es auch genug, weiblich wie männlich. Gerade wo meine Frau ihr Optikgeschäft hat, ist das ganze Haus (Stock 1 bis 5 vielleicht) voll fast auschließlich mit Ärzten, d.h. zwei Augenärtze, ein Gynäkologe, und fast alle anderen Spezialitäten. Im Komplex daneben ist es genauso, dort gibt es auch eine Gynäkologin usw. . In der Umgebung, wo meine Frau arbeitet, gibt es mind. 5 Augenärzte. Wir treffen auch dort täglich viele Menschen aus Lybien, die zu meiner Stadt zur Behandlung kommen. Die nehmen sich sogar eine Fahrt von über 500 km in Kauf.Das interessiert mich jetzt: welche ärztl. Fachbereiche gibt es denn in Tunesien?
Moment mal! Spezialisten gibt es hier auch genug, es sei denn man sucht sich z.B. einen Hydrocepahlus-Spezialisten wie ich z.B. vor einigen Jahren wegen meines Bruders, der allerdings in Tunesien blieb und einigermaßen gut behandelt wurde. Also zumindest hatte ich keine Probleme bei der Suche. Ich war in Heidelberg, Stuttgart und München, aber natürlich ist es klar, dass der Arzt nicht jedes Mal um die Ecke ist, sondern ich muss jedes Mal ein paar Kilometer fahren. Ist auch i.O.Ich bin davon ausgegangen, dass es ähnlich wie hier ist, dass es also wirklich für jeden Bereich Spezialisten gibt.
Und die gibt es leider nicht wie Sand am Meer.
Das kenne ich auch soIch kenne es so, dass man zum größten Teil bei Fachärzten ist, weniger bei Allgemeinärzten: Zahnarzt, Augenarzt, Orthopäde, HNO-Arzt, Internist, Gynäkologe, Urologe, etc.
Ja, in großen Städten ist das so. Leider am Land oder in kleinen Städten nicht. Meine Mama bleibt bei Arztbesuchen oft bei meinem Bruder über Nacht, weil es schon zu spät ist, kein Bus mehr fährt, etc.Ich persöhnlich empfinde die Auswahl wirklich gering nur bei Chirurgen.